Das erste mal selbst wickeln

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  • Der Einstieg fällt vielen schwerer, als das Selbstwickeln nachher sein muss - ein paar hilfreiche Anregungen.
    Es ändert sich einiges im Leben eines Dampfers und eines der einschneidenderen Dinge ist der Umstieg von Fertigcoilverdampfern hin zum ersten Selbstwickler. Viele Dampfer haben Respekt vor diesem Schritt, da hier neue Dinge auf ihn zukommen, die der Fertigcoiler vorher vorgegeben hat und jetzt kommt die große Freiheit auf die/den Dampfer zu und damit auch die Unsicherheit. Daher an dieser Stelle ein paar hilfreiche Gedanken:

    Pro/Kontra Selbstwickler
    Es gibt immer Für und Wider, auch bei diesem Thema:
    Pro selbstwickeln:
    • Wesentlich besserer Geschmack (sofern man nicht die letzte RTA-Gurke in Betrieb hat)
    • Wechsel von Liquids im gleichen Tank ohne Verlust eines Coils, einfach Watte raus, Draht ausglühen und Watte neu.
    • Kein Kauf von Fertigcoils mehr (ich schreibe extra nicht "niedrigere Kosten", das muss jeder für sich selbst ausrechnen!)
    • ...
    Kontra Selbstwickeln
    • Wer nicht mehr gut genug sehen kann, wird sich mit dem Wickeln schwer tun.
    • Ruhige Hände sind auch kein Fehler.
    • Ansonsten fällt mir partout nichts ein, was für Fertigcoilverdampfer sprechen könnte :lach:
    Welcher Verdampfer
    Nichts geht ohne den passenden Verdampfer und auch beim Selbstwickeln, oder eigentlich gerade hier ist die Unterscheidung MzL und DzL sehr relevant. Grundsätzlich rate ich von RBA-Einsätzen für Fertigcoiler ab, da diese keine allzu hohe Qualität aufweisen und zudem der Platz für Wicklungen sehr klein ist (meiner Erinnerung nach). Auch für den allerersten Versuch gibt es sehr günstige verdampfer, die die ersten Schritte möglich machen. Aber bevor ein Interessent sich daran macht einen Tankverdampfer zu kaufen soll die Frage erlaubt sein, warum nicht ein RDA, eventuell auch mit Squonk Akkuträger. Nichts ist einfacher zu wickeln wie ein RDA und die Geschmacksintensität kann nicht mehr weiter gesteigert werden.
    Mögliche Hardware-Empfehlung:
    • DzL: Drop Solo (alternativ Wotofo Recurve) + Vandy Vape BF 80 Squonk Mod + 20700 Akku
    drop_BF.jpg
    • MzL: Geekvape Ammit MTL RDA + Vandy Vape BF 80 Squonk Mod + 20700 Akku
    puls_ammit.jpeg
    Bild von user Ruley zur Verfügung gestellt.

    Wer sich partout nicht mit RDAs anfreunden möchte und auf einen Tankverdampfer abzielt:
    • DzL: Pharaoh Mini, Augvape Intake RTA oder Geekvape Zeus sind da gute Empfehlungen. Letztere mit Top-Airflow, da hat sich das Thema siffen schon mal weitestgehend erledigt. Beide mit Platz für nur 1 Coil und damit reduzierte Herausforderung :D
    • MzL: Da würde ich direkt zu einem der besten Tanks im MzL-Bereich überhaupt greifen, da die Komplexität der Wicklung bei MzL reduzierter ist, dem Digiflavor Siren V2 22mm. Alternativ einen VD aus der Flash-e-Vapor Familie, die laut der Fans das Nonplusultra der MzL-Verdampfer sind, aber imho eine etwas höhere Herausforderung an den Wickelwilligen stellen. Bei Interesse im Forum nach FEV suchen, und fündig werden.
    Siren.jpg
    Bild des Users Connor aus seinem Review Digiflavor Siren v2 22mm

    Was brauche ich minimum alles?
    • Hardware, sprich Verdampfer
    • Draht: Anfangs bitte keine Raketenwissenschaft daraus machen. Für MzL einfachen Runddraht aus Kanthal oder Edelstahldraht 0,3 - 0,4 mm Durchmesser und fertig. Mit 6 Wicklungen Kanthal und 7-8 Windungen Edelstahl bist du sicher knapp an oder über 1 Ohm und damit perfekt für MzL unterwegs. DzL würde meine Empfehlung lauten: Ni80 oder Edelstahlrunddraht 0,5mm. Das Material lässt sich einfacher verarbeiten und bietet viel weniger Fehlerpotential als mörderdicke "wasweißichclaptons". Mit diesen Drähten, bei 3mm Innendurchmesser und 5-6 Windungen bist du ca. bei 0,3 - 0,5 Ohm. Ein guter Subohm-Wert und sicher für den Anfänger. Erst mal muss das Wickeln beherrscht werden, bevor man sich z.B. an 0,09 Ohm Setups versucht. Auch die Watte lässt sich einfacher durch Glattdraht ziehen, als durch die rauhen Oberflächen mancher Monstercoils.
    • Watte: Es ist mir vollkommen egal welche Watte du verwendest, achte nur auf ungebleicht und ungechlort. Du kannst fürs aller erste mal einfach ein Tütchen Cotton Bacon kaufen, die gibt es überall und du bist dir sicher, dass sie zum dampfen geeignet ist. Später kannst du das alles immer noch ändern.
    • Werkzeug: Keramikzange, Drahtknipser, runde Stange mit dem gewünschten Durchmesser der Coil (z.B. 2,5mm) alternativ ein gängiges Coil-Tool, Schraubenzieher oder Imbus passend zu den Schräubchen am Verdampfer und zuletzt eine scharfe Schere. Es gibt auch Sets von z.B. Coil Master, da ist das (und mehr) alles schon drin.


    Die beiden Bilder zeigen mein kompaktes Wickelset für Unterwegs und Reisen. Die Schere stammt aus einem Coil Master Set, da sie so schön kompakt faltbar ist, der Plastikzylinder beinhaltet meine Wickelhilfen für Coils, der silberne Stift ist ein Schlitz und Kreusschraubendreher von Steampipes (Zugabe beim Corona), ein paar Ersatzdichtungen, Coils und ein paar Muji-Wattepads.

    Wer das Coilmaster Set in der kleinen Größe kauft wird ca. 25€ auf den Tisch legen, einzeln lohnt die Beschaffung fast nicht, daher würde für das Set plädieren.

    Das war´s auch schon und jetzt ran an die Selbstwickler

    :D
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