Das Projekt "nicht mehr rauchen - nur noch dampfen"

  • Vorgestellt habe ich mich ja schon. Aber hier wollte ich mal genauer erzählen, wie mein (Dampfer-)Werdegang bisher zu war.


    Dass ich das erste Mal gedampft habe ist inzwischen quasi Jahrzehnte her (gefühlt auf jeden Fall).
    Mein damaliger Lebenspartner kam plötzlich mit so was um die Ecke. Wir waren alle mehr oder weniger starke Raucher, uns war schon klar, dass das nicht so optimal gesund ist, und wir hofften, damit zumindest reduzieren zu können.
    Ich glaube es war eine EGO-T aus den Anfängen. Ich mochte, wie einfach es zu handhaben ist. Liebte es, dass man von diesen kleinen Plastiktanks mehrere mitschleppen und ggf. austauschen konnte. Probierte einige an Liquids aus, von denen mir ein paar immer noch in angenehmer Erinnerung sind. Ich hatte damals ein Glühwein-Amaretto-Liquid - hm, lecker. Habe ich so seither nicht mehr gefunden.
    Aber wir waren halt ein Raucherhauxhalt und die EGO-Ts konnten für uns dann die Zigaretten doch nicht ersetzen und wanderten irgendwann in die Schublade.


    Dann, aufgrund eines persönlichen einschneidenden Erlebnisses, wollte ich es vor 3,5 Jahren noch mal versuchen. Ein paar Straßen von meiner Arbeit entfernt gab es inzwischen tatsächlich schon einen Laden, so ganz zum Anfassen und Ausprobieren, im Gegensatz zu früher nur übers Internet.
    Mit meiner Freundin dort hin, Geräte angeschafft, Liquids angeschafft, und es sollte losgehen.
    Das ging noch schneller schief als der erste Versuch. Ich war in dieser Zeit überhaupt nicht gefestigt genug, eine Umstellung zu packen, auch wenn der gute Wille kurz aufblitzte, ging der Griff schnell wieder zur Zigarette. Bei meiner Freundin noch schneller als bei mir, so dass ich da auch keine Motivation abholen konnte.


    Nie vergessen, immer mal wieder für tageweisen Dual Use vorgekramt, aber immer schnell wieder verschwunden - war meine Dampferfahrung seitdem.


    Vor drei Wochen dann schwere Bronchitis. Morgens das Gefühl, keine Luft zu bekommen, deswegen schnell zum Arzt. Krankschreibung, Cortison-Spray und der nagende Gedanke im Hinterkopf: Dieses Gefühl willst du nicht wieder haben - aber bei COPD könnte es irgendwann sein, dass ich es nicht nur wieder erlebe, sondern auch nie wieder kuriert bekomme?
    Zigaretten gingen eh kaum, der Husten war so schon furchtbar. Aber der Körper schrie trotzdem nach Nikotin. Hm ... da war doch noch was ...
    Wieder die Dampfe vorgekramt. Aspire mit Nautilus Tank.
    Zum Nachfüllen den Tank aufschrauben erinnerte mich gleich wieder an ein Problem, das ich mit dieser Kombi öfter gehabt hatte. Ich bekam das verdammte Ding nicht auf. Es ist mir peinlich, es zu gestehen, aber ich musste eine Wasserzange zu Hilfe nehmen. Das nervte mich gewaltig. Trotzdem, Liquid eingefüllt, zugeschraubt, etwas gewartet und los ging es.
    Ich konnte eh nicht genau beurteilen, ob der Husten dann vom Dampfen oder von der Bronchitis herrührte ...


    Nach dem nächsten Aufladen streikte dann der Akku. Das Teil hatte eben zu lange unbeachtet rumgelegen.


    Aber mein Ehrgeiz war jetzt geweckt (oder eben meine Angst vor COPD). Am nächsten Tag ging es zu einem Shop - bewusst mal einem anderen als den, den ich früher immer aufgesucht hatte, weil ich vorher recherchiert hatte, dass es in diesem Waldmeister als Liquid gab.
    Der Verkäufer war sehr nett und konnte meinem Wunsch entsprechen: Zwei Startersets, einfach zu bedienen, mit Adapter, damit ich an der Steckdose aufladen kann, einfacher zu befüllen ... es wurden zwei Innocigs Exceed D19. Eins in silber, eins in schwarz. Noch 5 Liquids dazu, da es dort 5 zum Preis von 4 gab, und ich zog zufrieden meiner Wege.
    Das war an einem Mittwoch. Am Freitag fuhr ich für eine Woche in den Urlaub - zu einem Nichtraucher. Dort reduzierte ich nach und nach die Anzahl der Zigaretten und ersetzte sie durchs Dampfen. Erst auf 6 runter, dann auf 4 pro Tag, dann auf 3. Noch jubelte ich nicht, den es kam ja nach dem urlaub die Feuerprobe. Ich kehrte in einen Raucherhaushalt zurück und musste ab Montag wieder zur Arbeit. Würde ich den herumliegenden Zigaretten widerstehen können? Würde ich die üblichen Rauchpausen auf der Arbeit mit der Dampfe über die Runden bringen oder würde ich doch irgendwann das Gefühl haben, ich brauche unbedingt eine Zigarette? Darum gönnte ich mir erst noch ein paar Tage die 3 Zigaretten: eine morgens, eine mittags und abends, wenn ich nach Hause kam.
    So blieb es von Montag bis Donnerstag und ich merkte, ich komme klar. Also startete ich am 1. März mein Projekt "nicht mehr rauchen - nur noch dampfen".


    Und das läuft bis jetzt ganz gut. Ich habe schon ab und zu mal Schmacht. Ich höre immer noch jeden Tag die kleine Stimme, die mir zuflüstert, eine Zigarette könnte ich doch mal zwischendurch ... Ich darf nicht zu sehr über das Rauchen nachdenken, sonst bekomme ich echt Appetit auf eine Zigarette. Darum versuche ich mich abzulenken und anders zu motivieren. Lese viel im Internet über das Dampfen, insbesondere gerne Erfolgsgeschichten von Umsteigern. Habe mich hier angemeldet. Strahle offensichtlich so viel Spaß und Zuversicht beim Dampfen aus, dass eine Kollegin es jetzt auch versuchen will - wir waren heute Liquids testen und sie hat sich gleich einen kleinen Vorrat mitgenommen. Eine Exceed hatte ich ihr schon besorgt.


    Aber ich bin noch lange nicht über den Berg. Deswegen habe ich diesen Thread jetzt eröffnet - zur Selbstmotivation und um einen Platz zu haben, wo ich mich notfalls mal ausheulen kann, wenn die Stimme in meinem Kopf zu laut werden sollte.

  • Ich finde es super, wie weit du schon gekommen bist :thumbsup:
    Klar, ab und an bekommst du vielleicht wieder Lust auf eine Pyro, aber in einigen Wochen sollte das Geschichte sein.
    Und dann hast du ja auch noch deine Kollegin als Motivation :jaajaa:
    Der wichtigste Aspekt dabei ist jedoch, sich nicht unter Druck zu setzen.
    Mach deinen Rauchstop so, wie du es für richtig hältst.

    Viele Grüße, Mia

  • Danke.
    Ich warte ja noch auf den Moment, wo mein Rauchticker mir sagt, dass ich jetzt tatsächlich mal Geld dabei spare.
    Aber dann sollte ich wohl aufhören, in Shops zu gehen. :D
    Irgendwie habe ich noch zu wenig Liquids ...

  • Der Anfang ist gemacht, bleib am Ball und denke ruhig hin und wieder an diese Bronchitis und eine mögliche COPD - das motiviert ungemein, auch dann, wenn du noch kein Geld sparst. Denn, sind wir ehrlich - COPD kann man mit Geld nicht verschwinden lassen, mit dem Umstieg aufs Dampfen jedoch nicht entstehen oder fortschreiten lassen. Zumindest sagt das die aktuelle, seriöse Forschung zum Thema.
    Mias Tipp, dich keinem Erfolgsdruck auszusetzen, ist sehr sinnvoll. Übers Knie brechen lässt sich die ganze Sache nicht, aber du scheinst auf dem richtigen Weg zu sein. Weiter so! :jaajaa:

  • Das liest sich doch super @Waldmeisterchen. Und hey, du lebst in einem Raucherhaushalt und hast es trotzdem bis hierhin geschafft - Respekt :klatsch::thumbsup:

    UNFUCK THE WORLD - if not us, who? - if not now, when?


  • hey, du lebst in einem Raucherhaushalt und hast es trotzdem bis hierhin geschafft

    Danke euch.
    Mein Vorteil gerade: Ich muss nicht extra in die Küche gehen. Dampfen darf ich im Wohnzimmer auch ...

  • Guten Morgen


    Das hört sich doch schonmal sehr gut an. Und hier Anfängerberichte zu lesen motiviert mich auch noch.
    Irgendwann wird’s leichter, nur keinen Stress.


    Lg Anke

  • @Waldmeisterchen


    das wird alles gut
    ich brauche einfach viele Liquids zur Auswahl, ein Liquid mehr als 2 Tage dampfen, auch abwechselnd mit einem zweiten geht nicht.
    da muss dann immer was anderes rein.
    Am Anfang aufs Geld schauen, naja, bei mir hat es nicht funktionert.
    Hrdware, naja, gar ned so schlimm, aber die vielen Liquids, des geht richtig ins Geld.
    aber egal wie, alle sbesser als rauchen. und legt sich dann alles ein wenig.
    :thumbsup::thumbsup::thumbsup:

    sG
    Reinhard

  • Gratuliere zum Gelungenen Einstieg, vor allem weil dumdas in einem Raucherhsudhalt schaffst finde ich super, ich hätte da wohl meine Probleme gehabt :) Hoffe das geht weiter so!


    Peinlich muss dir das beim Nauti nicht sein. Wie oft ich da geflucht habe kann ich kaum mehr zählen und auch, trotz optimierung des Zuschraubens und einer halben Wissenschaftlichen abhandlung darüber, musste ab und zu eine Zange zum Einsatz kommen - der Nauti ist echt gut, aber was das angeht ist er eine Qual. :kopklopf:

  • du machst das prima, es geht wirklich auch ohne Ziggis, hätte ich nie gedacht aber es funktioniert.
    Manchmal kommen die Gedanken noch hoch, aber das Dampfen ist für mich wie ein Geschenk, um mich von den Kippen zu befreien.


    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Projekt … und schreibe deine Gedanken weiterhin hier rein, das hilft :)

  • ... aber ich musste eine Wasserzange zu Hilfe nehmen. .....

    Die liegt schon seit Jahren an meinem kleinen Schreibtisch (meine "Dampfstation") und nicht mehr im Werkzeugkoffer.
    Ist also gar nichts peinliches.
    Gerade der Nautilus setzt sich gern mal fest, gibt aber auch noch so einige Tanks, wo die Zange zum Einsatz kommt.


    Danke für deinen ausführlichen Bericht.
    Du bist auf dem richtigen Weg und wirst es ganz bestimmt schaffen :klasse:

  • Moin :winke:


    Glückwunsch :thumbsup: , der Einstieg ist schonmal gut gelungen.
    Mach Dir mal keinen Streß, dass findet und kommt alles schon.


    Danke für den Bericht, gut geschrieben ;-))

    Liebe Grüße, Erika :zwinker3:

    @@@@ Ober(punk)Wichtel @@@

  • Guten Morgen,


    Feiertag in Berlin - und bei mir persönlich zum Feiern die erste Woche ohne Zigaretten! :D


    Eine erfreuliche Nebenwirkung, von der ich irgendwie noch nie gelesen habe: Früher waren mir meine Taschentücher öfter mal peinlich. Ich habe diverse Allergien, meine Nase ist also eigentlich immer zu und ich muss öfter mal schnauben. Naja, und spätestens nach dem dritten Mal waren die Taschentücher immer so - hm - braun ... Das war mir dann in der Öffentlichkeit echt schon unangenehm, wenn ich die aus der Tasche zog und jemand anderes das sehen konnte.
    Seit einer Woche bleiben sie blütenweiß. :thumbsup:


    Heute morgen musste ich allerdings das erste Mal wieder abhusten. Ein Kumpel von mir meinte, das läge daran, dass die Lunge jetzt den Dreck aus den tieferen Schichten langsam versucht loszuwerden. Hm - das wäre dann natürlich toll ...

  • Ich hatte damals so ca. 2 Monate nach Rauchstopp eine ziemlich heftige Erkältung.
    Husten ohne Ende.
    Meine Hausärztin meinte, die erste Erkältung nach Rauchstopp fällt meistens heftig aus was das Abhusten betrifft.
    Jetzt will die Lunge die ganzen "Altlasten" loswerden.

  • Der 1. März ist ein guter Aufhörtag. Gratuliere :klatsch:
    Mich hat nach einigen rauchfreien Tagen der Ehrgeiz gepackt. Ich wollte sie nicht mehr hergeben. Mein Konzept war einfach, ich liebe einfache Dinge.
    Einfach keine mehr anzünden :):):)
    Hat geklappt.


    Viel Erfolg weiterhin!

    Rauchfrei seit 1.3.2018

  • Guten Morgen,


    @VBDampferin - stimmt, wir haben ja das gleiche Datum. Du warst allerdings ein Jahr schneller. :)


    Heute komme ich mal zu einer Nebenwirkung, die ich nicht so Klasse finde. Seit ich aufgehört habe zu rauchen habe ich Zahnfleischbluten. ;(
    Ist das noch jemandem so gegangen? Und geht das wieder weg?


    Sonst muss ich wohl mal zum Zahnarzt. Aber bei der Kontrolle vor zwei Monaten hatte der noch gemeint, bei mir wäre alles in Ordnung.

  • Ja, kann passieren. Das liegt am Rauchstopp. Im Tabak sind entzündungshemmende und adstringierende Substanzen enthalten - ich meine die Tabakpflanze. Bei manchen indigenen Völkern werden mit Tabakblättern daher Verletzungen behandelt und Wundverbände gemacht. Tabak als Heilpflanze kannst mal googeln. Wie immer im Leben ist nicht alles nur gut oder nur schlecht.


    Das hört wieder auf, aber Dein Zahnfleisch muß sich halt neu justieren ohne diese Wirkung vom Tabak :) Zahnarzt ist immer gut, ich gehe regelmäßig.


    Mich hat grad zum 1. Mal seit 15 (!) Jahren eine Erkältung erwischt, als Raucher war ich dagegen total immun :) Deshalb rauchen will ich trotzdem nimmer :D

    Rauchfrei seit 1.3.2018

    Einmal editiert, zuletzt von VBDampferin ()

  • Hatte ich auch am Anfang. Ist aber schon nach wenigen Wochen bedeutend besser geworden. Alles in allem hat es meiner Mundflora sehr gut getan, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich war extrem erstaunt darüber, wieviel weniger Zahnbelag man so als Dampfer hat. Meine Zähne fühlen sich im Laufe des Tages viel länger glatt an, als noch zu Raucherzeiten. Was für eine ekelhafte Angewohnheit, ich bin so froh, nach 28 Jahren "da raus zu sein". Das Rauchen von Zigaretten, um an Nikotin zu kommen, wirkt auf mich mittlerweile wie Technologie aus dem Mittelalter. Willkommen in der Neuzeit! ;-)

  • Fein gemacht, und nichts erzwingen wollen, dass pendelt sich mit der Zeit von ganz alleine
    ein.
    Beim Einen dauert es halt ein bisschen länger, beim Anderen kürzer.



    Ich bekam das verdammte Ding nicht auf.

    Und den Nauti kannst in solchen Fälle ein paar Minuten in's Eisfach legen, dann gibt der nach. :D



    Die Summe der Intelligenz auf unserem Planeten ist eine Konstante,..........
    aber die Bevölkerung wächst.


    Einmal editiert, zuletzt von Fuzzy McGee ()

  • Mahlzeit,


    und danke für eure beruhigenden Wort im Sinne von "geht vorüber". Ich würde zwar wegen so was nicht auf die Idee kommen, wieder zu rauchen, aber einen Lichtstreif am Horizont meines Zahnfleisches nehme ich gerne mit.


    Dieses Wochenende bin ich mal wieder nicht zu Hause, sondern bei einem Nichtraucher.
    Komisch - obwohl ich unter der Woche jetzt problemlos (hüstel, naja, so mehr oder weniger) ohne Zigaretten unterwegs bin, also auch keine dabei habe, musste jetzt trotzdem eine Notfallschachtel im Koffer mit.
    Da ist sie geblieben und ich habe auch nicht ständig daran denken müssen - aber schon seltsam, dass man so eine Absicherung manchmal noch braucht ...

  • eine Absicherung manchmal noch braucht ...

    Bei mir liegt seit 1 1/2 Jahren eine Schachtel in der Schublade, ab und zu nehme ich die raus
    und rieche mal zart daran, ......... und dann wird mir speiübel. :schock:

    einen Lichtstreif am Horizont meines Zahnfleisches nehme ich gerne mit.

    Das wird auf jeden Fall besser, bis es ganz verschwunden ist.
    Es "gehört" bei manchen zum Heilungsprozess nach dem Rauchstop. Ich z.B. hatte einen
    Anflug von Mundfäule, aber nur ganz kurz.
    Diejenigen, die schon einmal einen Zahn gezogen bekommen haben, wissen was ich meine.
    Der "Heilungsprozess" schmeckt widerlich.

    Im Ernst?

    :jaajaa:



    Die Summe der Intelligenz auf unserem Planeten ist eine Konstante,..........
    aber die Bevölkerung wächst.


  • Eine Kleinigkeit noch, die mir am Anfang geholfen hat, auch wenn sie ein wenig ekelig ist:
    Ich habe die ersten 10 Tage des Nichtrauchens eine kleine ehemalige Menthol-Pastillen-Dose in der Hosentasche mit mir rumgetragen. Drin waren aber keine leckeren Bonbons, sondern zwei ausgedrückte Zigarettenkippen mit ein bisschen Asche. Wenn ich Schmacht auf eine Kippe hatte, habe ich die Dose geöffnet. Meistens hat schon der Anblick gereicht. Kurzes Schnuppern daran hat spätestens alle Gelüste für den ersten Moment (und damit den schlimmsten Erst-Impuls) abgetötet. Olle Filter-Kippen riechen wirklich ekelhaft, selbst wenn man noch auf's Rauchen steht. Notfalls macht man das alle 15min. Aber es hilft wirklich.


    Mittlerweile bin ich gefühlt komplett mit dem Rauchen "durch". Und das schon nach ca. 50 Tagen Dampfen. Ich stand gestern im Kiosk um die Ecke und die Zigarettenabteilung kam mir komplett fremd vor. Etwa wie die Abteilung für Damenhandtaschen in Kaufhäusern. So nach dem Motto: Es gibt sie, aber das betrifft mich nicht. Eine Abteilung für andere Leute. War ein tolles, ja - grandioses Gefühl. Nach ca. 28 Jahren starker Raucherei hatte ich schon nicht mehr geglaubt, jemals so weit zu kommen. Ich bin sehr, sehr glücklich, das Dampfen für mich entdeckt zu haben. Ein echter Lebensretter. Rauchen zur Nikotinaufnahme kommt mir mittlerweile total archaisch und wie ein Relikt der Steinzeit vor. Ich stelle zuhause ja auch die Zentralheizung an, wenn es draussen kalt wird und mache kein Feuer auf dem Wohnzimmerboden. Nichts gegen Kamin-Romantik... Aber Feuer in der Höhle ist nicht gerade 2019.

    3 Mal editiert, zuletzt von Agent Lx ()

  • Zu deiner Notfallschachtel:
    Ich habe meine letzte, angefangene Packung Drehtabak samt Papers und meinem Lederetui nach wie vor aufgehoben - keine Ahnung warum.
    Ich habe ihn sogar letztes Jahr beim Umzug nicht weggeschmissen, sondern mitgenommen.
    In der alten Wohnung lag er sogar noch auf dem Schreibtisch, hierliegt er jetzt hier auf dem Schrank - als „Mahnmal“

    "I'm just gonna stay angry, I find that relaxes me"

    Einmal editiert, zuletzt von knecht ()

  • @Waldmeisterchen
    Meinen Glückwunsch zu deinem Umstieg! Das klingt doch schonmal nach einem wirklich guten Anfang und ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es weiter klappt :thumbsup:
    Und bevor du zu viel oder daurerhaft Schmackt bekommst, erhöhe lieber dein Nikotingehalt etwas. Das Nikotin selbst ist nicht das böse und führt auch nicht zur COPD oder ähnlichem. Solltest du da mehr Informationen wollen, lege ich dir den Bernd Mayer ans Herz, der führt das sehr gut und genau aus.
    Kurz gesagt: Das gefährliche sind die ganzen anderen Stoffe, die im Tabakrauch enthalten sind, nur als Beispiel, Teer und Kohlenmonoxid.


    Ich habe nach dem Umstieg nach ca 4-6 Wochen eine wesentliche Besserung meiner Luftmenge gemerkt. Brauchte beim Fahrrahtfahren keine Pausen mehr und fühlte mich wesentlich besser, auch bei leichtem Asthma bronchiale.
    Dr Farsolinos hat auch eine Studie bezüglich COPD gemacht, in der klar wurde, dass es die Symptome verbessert, wenn man vom Rauchen zum Dampfen umsteigt, auch wenn man schon an COPD leidet. Und deshalb kann man davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit COPD nach einem Umstieg zu bekommen sehr stark sinkt.
    Dampfen ist auf jeden Fall ein sehr guter Weg, wenn man raucht.
    Das wollte ich dir zur Motivation noch zukommen lassen ;-))


    Ansonsten war ich Anfangs auch noch dual User, da der Akku meiner eGo Aio nicht ausreichte bis ich abends zu Bett ging. Da rauchte ich dann noch 3-5 Zigaretten zur Überbrückung. Mittlerweile bin ich da angemessen ausgestattet, dass mir das nicht mehr passiert ;-))
    Daher ist es gerade am Anfang wichtig, immer eine funktionsbereite Dampfe zu haben um nicht ganz ohne da zu stehen und notgedrungen am Ende ne Pyro in der Hand zu haben.

    So long and vape on!

  • Und bevor du zu viel oder daurerhaft Schmackt bekommst, erhöhe lieber dein Nikotingehalt etwas.

    Danke - deswegen kaufe ich ganz ungeniert noch 12 mg Nikotin Liquids. Auch wenn sie einem in den Geschäften gerne 6 mg aufschwatzen wollen. Reduzieren kann ich später immer noch.
    (Heute war mir dann allerdings einmal ein bisschen schwindlig, weil mein coffee-Liquid so lecker war, dass ich ein bisschen zu viel - aber das merkt man dann ja auch.)


    Und dank @VBDampferin habe ich mich schon ein bisschen über Nikotin als Heilpflanze eingelesen. Von Mayer habe ich auch schon was gelesen.


    Kopfmäßig weiß ich daher, nicht Nikotin ist mein Feind, sondern die Zigarette.
    Nur die Sucht hat das noch nicht 100 pro kapiert. Heute vor einer 2,5 Stunden Busfahrt plötzlich wieder so einen Moment gehabt: Jetzt noch eine Zigarette, um die Zeit durchzuhalten ... Nö, habe ich geantwortet und mich dann gefreut, dass auf dem Busbahnhof zwar das Rauchen verboten ist, aber nirgendwo was von Dampfen steht. :D