Dampfen und Parodontose

  • Ich habe eben dieses Video gesehen.



    Ich habe leider nicht viel zu denn Thema gefunden.

    Mit denn Dampfen habe ich jetz vor ca. 5 Monaten angefangen und mein Zahnarzt hatte mir vor ein Monat mitgeteilt, das ich eine leichte Parodontose habe.

    Das kann jetz von denn 10Jahren rauchen gekommen sein oder schlechte Ernährung oder eben von Dampfen.

    Ich persönlich bin da immer noch ein wenig skeptisch durch denn sweetner in manch liquids, ob das so gesund ist für die Zähne.

    Obwohl es in denn Beitrag eher der hohe Nikotin Gehalt sei, der dafür schuld sein soll.

    Ich wollte mal eure Meiner zu denn Video höheren.

  • Bei mir hat es innerhalb eines Jahres keine negativen Veränderungen im Mundraum gegeben. Ich bin alle 6 Monate zur Kontrolle beim Zahnarzt, er weiß, dass ich vom Rauchen aufs Dampfen umgestiegen bin. Das einzig auffällige ist, dass die Zahnverfärbung weniger ist und mein Zahnfleisch besser aussieht 8)

  • Kann ich nach zwei Jahren Dampfen ebenso bestätigen.

    Gehe alle 6 Monate zur Kontrolle und mein Zahnarzt hat sich bis dato nicht beschwert, ganz im Gegenteil.

    Stau ist nur hinten blöd, vorne gehts...


  • Ich mag mich irren, aber das mit dem Sweetener (wo hast du das her?) halte ich für einen unzulässigen Vergleich mit Zucker.


    Ich würde mich nicht wundern (kann es aber nicht beweisen), wenn das Ganze mal wieder "nachgewiesen" wurde, indem man die Zellen in Liquid gebadet hat (falls er das tatsächlich erwähnt hat liegt es an meinen mauen Englischkenntnissen). Denn überspitzt formuliert klingt das Video ja schon fast nach Zahnverlust innerhalb von nur 3 Tagen.


    Das das Nikotin insbesondere bei hoher Konzentration völlig harmlos ist kann und will ich nicht bestreiten (ich weiß es schlicht nicht). Rauchen ist aber mit Sicherheit noch schädlicher.

    Gruß, Harvey56


    Rechtschreibfehler sind auf ein fehlerhaftes Speichermanagement zurückzuführen.

  • Habe mir Dank meiner Englischkenntnisse (habe 8 Jahre nur mit Amerikanern gearbeitet) dem Zahnmeister in dem Video gelauscht. Spätestens am der Stelle, wo er berichtet, dass man auch hier wieder Epithelzellen über 1, 2 und 3 Tage in Liquid gebadet hat, habe ich mich ausgelogt.

    Ich plane nicht, mit Liquid dauerhaft Mundspülungen zu machen und mein Zahnarzt sagt, das Zahnbelagt zurückgeht und die Durchblutung besser geworden ist. Dazu behauptet ja der Meister im Video, dass das Nikotin die Blutgefäße im Zahnfleisch verengt und damit eine Mangeldurchblutung entsteht.

    Vielleicht fürchtet er, seinen Job und sein Einkommen zu verlieren.

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  • Ich mag mich irren, aber das mit dem Sweetener (wo hast du das her?) halte ich für einen unzulässigen Vergleich mit Zucker.

    das war nur meine eigene Meinung.Ich weiß es nicht.

    Weil das so verdammt süß schmeckt halt 😁

  • Ich hab mir das Video nicht angeschaut (keine Lust und das Titelbild reicht mir), da ich aber gelernte Zahnarzthelferin bin und viele Jahre in der MKG Chirurgie gearbeitet habe, muß ich einfach mal meinen Senf dazu geben.


    Parodontose kann man mit Arthrose vergleichen (sie Endung -ose). Es geht einfach Knochen zurück. Gründe dafür können viele sein:


    - Veranlagung/Erbgut, der Eine hat halt schöne Haare, der andere schlechte Zähne

    - das Alter, früher war man mit Mitte 30 zahnlos, heute ist das eher selten, auch ein Grund warum Parodontose mittlerweile eine Volkskrankheit ist. Wir werden immer älter und das mit mehr Zähnen.

    - Fehlkontakte der Zähne/Knirschen/Pressen, dies führt zu Überbelastung und das mag der Knochen nicht

    - Mundhygiene, Speisereste bilden Bakterien und Beläge, dadurch resultiert Zahnstein und Zahnfleischentzündung, dann eine Zahnfleischtasche, die Beläge wandern tiefer in die Tasche und werden zu Konkrementen, diese drücken auf den Knochen, Knochen geht zurück - ein Teufelskreis

    - Nahrung/Medikamente/Drogen, alles was ich dem Körper zuführe, hat seine Konsequenz, Stoffe die Knochenzellen schädigen, Entzündungen fördern oder Durchblutungen stören haben natürlich auch Auswirkungen auf den Zahnhalteapparat. (Auch hier gilt: Die Menge macht das Gift)


    Die Vorstufe von Parodontose (chronisch) ist meist Parodontitis (Entzündung, akut). Parodontose ist nicht heilbar aber aufzuhalten. Exzellente Mundhygiene (auch mit Zahnzwischenraumbürste und Zahnseide am Abend) und regelmäßige Besuche bei einer Dentalhygienist/Zahnarzt sind notwendig.
    Auch entsteht ein PAR nicht von heute auf morgen. Das passiert in Jahren und irgenwann hats dann den Punkt erreicht, an dem man es merkt.


    Ich bin 38 und habe für mein Alter entsprechend Knochenrückgang. Meiner Dentalhygienist habe ich bis heute nicht gesagt, daß ich nicht mehr rauche. Allerdings habe ich Ihr auch damals nicht gesagt, daß ich rauche. Das hat Sie schnell selbst gesehen. Und heute ist Sie jedesmal begeistert wie brav ich meine Zähnchen pflege und wie schön sich mein Zahnfleisch beruhigt hat und überhaupt wie toll alles ist. Und dabei mach ich nix anders außer eben nicht mehr zu Rauchen.

    3 Mal editiert, zuletzt von Silli ()

  • Meine Mutter ist auch Zahnarzthelferin und guggt mir seit 3 Monaten auch wieder genauer auf die Beißerchen und freut sich, dass die Verfärbung zurückggeht.

    Tabakrauch verengt die Blutgefäße, viele kriegen nach dem Umstieg/Rauchstopp Zahnfleischbluten, weil die Verengung nachläßt und das vom Rauchen geschädigte Zahnfleisch dann eben plötzlich bluten kann. Das hört aber wieder auf. Hatte es 2 Tage am "Kippenzahn", zumindest ein bissl. Andere haben damit auch mal 2,3 Wochen zu kämpfen.

    Meine Zahnveranlagung ist auch nicht die tollste (Papa mit Mitte 40 Vollgebißträger), von daher weiß ich, dass ich schlechte Zähne habe und es sind auch schon Zahnhälse geflickt und ich habe auch leichte Paradontose. Seit dem Dampfen verbessert sich jedoch alles und iwann geh ich auch mal wieder zum Zahnarzt und werd sehen, ob der sich zu einer Meldung ala "sieht ja iwie besser aus" herabläßt (aus persönlichen Gründen wird das aber eher nicht passieren).


    Deine vorhandene Paradontose wird von einem der folgenden herkommen: schlechte Veranlagung, Rauchen, etwas nachläßige Pflege + zuviel Süßkram oder säurehaltiges. Such dir was aus :zaehne: - aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit NICHT vom Dampfen. Die "Gesundung" durchs Dampfen kann nur Schäden plötzlich sichtbar/bemerkbar werden lassen (sieh Zahnfleischbluten).

  • Hi Ihr Lieben,


    scheußlich, was wir uns immer wieder mal anhören/angucken "müssen".


    Schade, dass mein Zahnarzt in Rente gegangen ist und nicht mehr erleben kann, wie es mir besser geht - ohne Rauch.


    Liebe Dampfergrüße


    Martina


    💪🏻

  • Tabakrauch verengt die Blutgefäße, viele kriegen nach dem Umstieg/Rauchstopp Zahnfleischbluten, weil die Verengung nachläßt und das vom Rauchen geschädigte Zahnfleisch dann eben plötzlich bluten kann.

    Kann ich bestätigen. Hatte ich die letzten 3 Wochen immer wieder. Hatte schon Panik, dass etwas nicht stimmt bis mich meine Frau (auch zahnärztliche Assistentin) beruhigen konnte. Seit vorgestern isses weg.

  • Ich hatte grade eine Esszimmerreinigung. Es ging eigentlich.


    Im letzten Jahr - noch als Raucher - hatte ich das Gefühl, dass die Dame am liebsten Hammer und Meissel auspackt hätte.

    Gruß, Harvey56


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  • Super, danke für das Feedback.

    Mir hatte das Video halt nur ein wenig zu denken gegeben.

    Kann auch sein, dass mein Zahnarzt nur Geld gerochen hat.

    Weil, denn wäre es garnicht auf gefallen, bis ich ihn gesagt hatte, das beim Zähneputzen Blut kommt. Vorher meinte er nämlich, das alles gut wäre 🙈.

    Aber traurig, dass es solche Videos gibt, wenn das so, der Wahrheit nicht entspricht.

  • Ohne Gewähr, aber ich schreibe es trotzdem (aus eigener Erfahrung; ich bin fachfremd).


    Im Rahmen der Diagnose müsste der Zahnarzt mit einem Messwerkzeug in deine Zahntaschen gegangen sein und hat dabei Zahlen diktiert.

    Wenn ich das richtig im Kopf habe sind bis 2mm Taschentiefe normal und ab 3,5mm behandlungswürdig. Dazwischen kann man es mit einer normalen professionellen Zahnreinigung versuchen in den Griff zu bekommen (wenn nichts locker ist und abhängig vom Röntgenbefund), sollte aber ein paar Monate später noch einmal kontrollieren lassen, ob es sich gebessert hat.


    Ich würde damit nicht spaßen, denn eine Parodontitis (Entzündung) / Parodontose (+Knochenschwund) ist am Anfang noch recht gut in den Griff zu bekommen. Im fortgeschrittenem Stadium kann man das nicht mehr garantieren und es droht Zahnverlust.

    Gruß, Harvey56


    Rechtschreibfehler sind auf ein fehlerhaftes Speichermanagement zurückzuführen.

    Einmal editiert, zuletzt von Harvey56 ()

  • hmmm ,das wurde nur optisch gemacht und die hat nur zahlen auf geschrieben, 1 oder 2.

    Danach 2x eine professionelle Reinigung und 2wochen später, die Behandlung.

  • Schon der Thumbnail zum Video zeigt, dass es da nicht um seriöse Aufklärung sondern Panikmache gehen soll. Das Bild zeigt klar ein Rauchergebiss, dass auch ansonsten wenig gepflegt aussieht. Schockfoto a la Zigerettenschachtel.


    Ich hatte bis 40 nie ein Problem mit den Zähnen, kein einziges Loch, trotz über 20 Jahren Rauchen. Allerdings durch das Rauchen einen ganz leichten Zahnfleischrückgang (2x Behandlung an Taschen zwischen 3-4mm Tiefe, 1 Backzahn 5mm) und recht schnell nach jeder (halbjährigen) Zahnreinigung wieder Verfärbungen.


    Seit ich dampfe: Anfangs empfindliches Zahnfleisch, aber das hat sich schnell gelegt. Keine Verfärbungen mehr, etwas vom Kaffee, aber kein Vergleich zum Rauchen. Ansonsten unverändert, unauffällig. Die tiefen Zahntaschen wurden schon zu Raucherzeiten behandelt, damals keine Rezidiv, auch mit dem Dampfen nicht.


    Ich bin kein Fachmann, Micha, aber ich denke die Wahrscheinlichkeit, dass Deine leichte Paradontose von 10 Jahren Zigarettenkonsum kommt ist wesentlich höher, als dass 5 Monate dampfen die Ursache sind. Ich denke es ist wie bei anderen gesundheitlichen Aspekten: Dampfen ist keine Gesundheitskur, auch nicht für den Mundraum, aber im Vergleich zum Rauchen vielfach weniger schädlich.

    2 Mal editiert, zuletzt von Starki ()

  • Ich geb mal meinen Senf dazu. Nach 25 Jahren Kettenrauchen hatte immer mal Probleme mit meinem Zahnfleisch, nicht mit bluten sondern mit der Durchblutung. Seit Jahrzehnten gehe ich 2 Mal im Jahr zu einer professionellen Mundhygiene. Die gesamte Raucherkariere immer recht starke Verfärbungen, aber die wurden anstandslos beseitig. Als ich anfing zu Dampfen, hatte ich anfangs etwas Zahnfleischbluten, da die Durchblutung besser war. Meine Mundhygienikerin hat angemerkt, dass die Färbung des Zahnfleisches ihr viel besser gefällt.

    Ich dampfe jetzt bald 8 Jahre, und alles ist tip top. Mein Blutungsindex ist nahezu Null, die Verfärbungen sind kein Thema mehr.

    Somit besser als zu Raucherzeiten.

    In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders.