Ätzen von Metall (Persönliches Design)

  • Hallo Leute


    Gestern habe ich schon mal Bilder eines ersten Versuchs eingestellt!


    Heute ging es direkt weiter.


    Aber als aller erstes:


    Beim Umgang mit Säure ist äußerste Vorsicht geboten, bitte nur mit geeigneter Schutzausrüstung inkl. Schutzbrille und an gut belüfteten Orten arbeiten!

    Keine Behältnisse offen zugänglich für Kinder oder Tiere aufbewahren!

    Beachtet die Sicherheitsdatenblätter!


    hier noch mal der erste Versuch von gestern.




    Da dieser noch nicht zufrieden stellend war kommt heute früh der zweite, diesmal mit mehr Mühe und sogar mit Marmorierung.

    Bin gespannt wie es raus kommt!


    :lsd:

    Gruß René

    Einmal editiert, zuletzt von Gomjabar ()

  • Gomjabar

    Hat den Titel des Themas von „Ätzen von Metall ( Persönliches Design)“ zu „Ätzen von Metall (Persönliches Design)“ geändert.
  • Da es ja wirklich nicht ungefährlich ist, es ist wohl nicht so ratsam, die Mischungen hier zu veröffentlichen.


    Dennoch, ich habe Fragen an dich Gomjabar


    Ich hatte beruflich auch damit zu tun (Metallgestalter) und habe da einiges mit Messing und Kupfer gemacht.


    Was für ein Metall hast du geätzt und mit was für eine Säure und was für "Farbe" hast du benutzt?

    Es ist mir lieber, du beantwortest die Fragen per PN.


    Nicht, dass sich hier einer nach deiner Anleitung zu Hause verätzt und du oder wir bekommen dann die Schuld.

  • Noch was zur Säure das Zeug gehört nicht in den Abfluss oder die Natur!


    Lest euch auch hier ein in das Thema wenn es euch interessiert.


    Ich habe das große Glück, das mein Schwiegervater Galvano Techniker ist und ich kann fragen!


    Wenn ihr euch nicht sicher seid lasst die Finger weg, es empfiehlt sich auch Previn griffbereit zu haben


    Wenn doch mal was ins Auge geht oder sonst wo hin die ganze Dose drauf!

    :lsd:

    Gruß René

  • Wir ätzen ja auch auf der Arbeit ... zb. Datumsfelder in hochlegierten Werkzeugstahl (zb. an Spritzwerkzeugen).

    Daher habe ich da auch schon oft daran gedacht ... habe aber bisher für zu hause den Aufwand gescheut.


    Wir verwenden dazu 30% Salpetersäure, die Eindringtiefe der Ätzung beträgt ca. 0,1 mm pro 10 Minuten, und wir ätzen meistens

    30 Minuten lang. Die dabei aufsteigenden Bläschen pinseln wir ca. alle 5 Minuten mit einem feinen Pinsel vorsichtig weg.

    Das bringt uns die besten Ergebnisse. Auch die Schwerkraft spielt bei "tiefen" Ätzungen eine große Rolle. Um die Ecke ätzen

    bringt unterschiedliche Ergebnisse ... nicht so einfach.


    Natürlich haben wir alles an dafür erforderlicher Schutzausrüstung immer am Mann, daher

    ist die Geschichte für "Laien" wirklich nicht empfehlenswert.


    Gomjabar


    Deine Ergebnisse können sich aber auf den ersten Blick sehen lassen.

    Top :doublethumbsup:




    Edit.

    Text oben wurde noch ergänzt

    Liebe Grüße und "bleibt" gesund

    Marcus


    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen

    und der Dumme weiß alles besser.

    Einmal editiert, zuletzt von ted ()

  • Ui, ich bekomme gerade flashbacks an den Kunstunterricht in der Schule, Kupfer Radierungen, das war richtig spannend, sicher auch sehr gute auf mechmods anwendbar, schön gemacht, coole Sache:doublethumbsup:

    footer1415073238_9582.png


    “No light goes out until it goes out. Let’s fight as men, not rats. Period.”:pirat: Bukowski

  • Eine Alternative zu Säure wäre Sandstrahlen..

    Ob das den selben Effekt hat müsste man ausprobieren - in der Lehre sah es

    jedenfalls auf Glas ganz nett aus.

    dampfende Grüße

    Chris


    allday favourites :doublethumbsup:

    Flash e Vapor VS (No.1)

    Taifun GTR & Kayfun Prime

  • Hallo miteinander


    und ja es ist nicht mit Metall radieren Ostersamstag strahlen zu vergleichen!


    Aber ich ziehe jetzt mal den Vergleich zum mech dampfen, das ist mindestens genau so gefährlich, wenn man nicht auf gewisse Dinge achtet!

    Sonst hätte ich diesen Fred nicht auf gemacht.


    Aber nochmals es ist eine gefährliche Angelegenheit bei der Sicherheitsvorkehrungen und Arbeitssicherheit und gewisse Kenntnisse auch zur Entsorgung voraus zu setzen sind!


    ich war in der Leere in einem Spritzguss Werk wir hatte auch einen Werkzeugbau auch da vieles schon gesehen ich finde den Beruf echt klasse!


    Ich habe das benutzt was im Haus war und sich als geeignet erwies, 59.9% Phosphorsäure für Zehn Minuten.

    Ich habe handelsübliches Putzband genommen, um ab zu kleben was nicht geätzt werden sollte!


    Die Farbe der Oxid Schicht die entstandenen ist, ist weiß

    und müsste ab jetzt ihre Farbe behalten!


    Der Hinweis mit dem Bläschen entfernen ist klasse:doublethumbsup:


    radieren hört sich aber trotzdem sehr interessant an:jaajaa:


    Und sandstrahlen find ich auch klasse bloß bräuchtest da was anderes als Schablone aber währe auch cool!

  • Ein Permanent Marker ... zb. so was Klick ... funktioniert auch.


    Wir bekommen unsere "Ätz-schablonen" aus einer Druckerei zum Aufrubbeln, der Untergrund wird dazu von Hand mit 400er

    Schmirgelleinen leicht aufgeraut. Die Schablonen werden mit normalem Tesafilm fixiert/aufgeklebt, dann aufgerubbelt und die Trägerschicht

    dann vorsichtig abgezogen. Zurück bleibt eine säurefeste Lackschicht mit dem Motiv.


    Eigentlich ganz einfach wenn man es ein paar Mal gemacht hat und eine ruhige Hand hat. Ähnlich wie beim Wig-Schweißen ... ein Bier vorher

    kann helfen :happy2:


    Mit dem Edding und Lupe malen wir mögliche Fehlstellen einfach aus, der Edding-Lack hält die 30 - 40 Minuten Säurekontakt locker aus.


    Das "Kästchen" um die zu ätzende Stelle bauen wir mittlerweile komplett aus Plastilin (Knete), da muss es auch nicht die teure aus dem

    Formenbau sein, die Pelikanknete für den Kindergarten tut es nämlich auch sehr gut. :ja:

    Kann man nach abspülen mit Wasser auch mehrmals verwenden.


    Ach ja ... Wasser ... es ist ratsam immer eine Schüssel oder einen Eimer mit Wasser parat zu haben um im Notfall "verdünnen" zu können.


    Edit:

    Auch Tesaband ist säurefest und eignet sich dadurch sehr gut zum abkleben. Jedenfalls bei der von uns verwendeten Salpetersäure.

    Und man sieht sofort falls doch mal etwas darunter läuft wo es nicht hin soll und kann abbrechen, also Säure absaugen und mit Wasser spülen.

    Liebe Grüße und "bleibt" gesund

    Marcus


    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen

    und der Dumme weiß alles besser.

    Einmal editiert, zuletzt von ted ()

  • Hat schonmal jemand Eisen-3-Chlorid probiert ? Das habe ich in meiner Zeit als Elektroniker zum Leiterplatten ätzen benutzt, Dauert zwar etwas länger aber frisst sogar Edelstahl und Silber an.


    Gesundheitlich auf jeden Falll weniger gefährlich als irgendwelche hochkonzentrierten Säuren. Das schlimmste sind gelbe Finger und flecken auf den Klamotten die nie wieder rausgehen.

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