Entwicklerboard für AT

  • Heute bei heise.de entdeckt: Raspberry Pi Pico


    Für 4 Euro ein Entwicklungsboard, welches nach jetzigem Kenntnisstand alles erfüllt, was man für eine AT benötigt.


    Es reicht ein Akku

    ADC Auflösung 12 Bit

    ARM MCU mit Takt und Speicherkapazität die höher ist als jede MCU die ich von AT´s kenne.


    Nähere Infos hier


    Wäre ich ein paar Jahrzehnte jünger, würde ich die Ärmel hochkrempeln.

  • Gibt ja auch den Arduino nano, damit würde das bestimmt auch gehen, aber ich verlasse mich lieber auf meinen gekauften AT mit der so wie er ist super funktioniert.

    Ich hätte die ganze Zeit bammel das mir das ding um die Ohren fliegt, zumal du bestimmt nicht auf die größe von dem gekauften AT kommst. Und du bräuchtest noch nen 3D-Drucker oder so fürs Gehäuse.

  • Im Prinzip eine witzige Idee!


    Jedoch stellt sich bei mir die Fragen: Welche Features möchte ich haben, die mir ein 08/15 Board nicht liefern kann?

    Glaube nicht, dass es so easy ist sich einen persönlichen TC Mode selbst zu coden ^^

  • Der Ardunino Nano hat ADC 10 Bit-Auflösung. Würde für Leistungsregelung, -steuerung reichen, jedoch nicht für TC.

    Soweit ich weiß, braucht die 3,3V Variante diese Spannung sauber, nicht der Rasp Pi Nano. der soll noch bis runter auf 1,8 V laufen.


    Auf der Leistungsseite reicht ein Leistungs-Mosfet (200 A) wie ihn hier angeboten wird. Zur Drahtstärke wird man hier Hiweise.


    Ziel wäre, eine TC, die was taugt und Unabhängigkeit von Herstellern. Da hätte ich so einige Ideen

    Und ein offenes Board für die Meßtechnik.


    Erst mal Protityping. Für´s Gehäuse hätte ich hier ein Aufbewahrungsbehäter von KIK für ca ein Euro. Sähe erst mal lustig aus.

    Einmal editiert, zuletzt von dilbert () aus folgendem Grund: Ergänzungen

  • Vor ca 30 Jahren war ich im gleichen Büro mit einem ehemaligen Entwickler, der mir bisschen "aus dem Nähkästenchen" erzählte, wie es bei der Geräteentwicklung zugeht. Eines möchte ich hier erwähnen. Das größte Problem der Entwickler ist die Finanzabteilung mit dem Kommentar: "Die Teile sind zu teuer. Geht es auch billiger bzw. mit weniger."


    Also, die kochen auch nur mit Wasser.


    Ein paar Worte zur Auflösung 12 Bit. Das entspricht 2^12 = 4096 (Stufen). In einer pdf von Dicodes habe ich mal gelesen, die Auflösung liegt bei einem Millivolt. Das Ganze mal 4000 und schon sind wir bei ca 4 Volt. Auch die haben nur eine 12 Bit Auflösung. Desgleichen habe ich auch bei einer MCU der DNA200 , bei Smok, Eleaf, Joytech u. Wismec festgestellt.


    Hier hat jemand eine AT mit einem Teensy-Board - kostet einiges mehr als der Rasp- Pi-Nano - gebaut. Dessen Auflösung liegt bei 14 Bit.

    Wenn man TC im niedrigen Ohm-Bereich betreibt, ist es ein großer Unterschied, ob der Regelbereich bei 20 oder 80 Stufen liegt.


    Wenn ich mir z.Zt. den Trend der AT´s betrachte, wird TC immer mehr stiefmütterlich betrachtet. Viele AT´s haben sie gar nicht mehr. Also auf die Hersteller braucht man sich deshalb in der Weiterentwicklung verlassen.


    Ein paar Worte zum Programmieren bzw. Coding von MCU´s.

    Es gibt schon Boards für Kid´s ab 10 jahren. Für AT´s zwar nicht tauglich, Als Erwachsene wäre Arduino schon ein brauchbarer Einstieg, wenn man keine Voorkenntnisse besitzt.

    Ob man mit einem Arduino eine LED dimmt (= steuert) ist kein großer Unterschied, wenn man die LED durch ein Mosfet + 510er ersetzt. Der Programiercode ist der gleiche.

  • Ich find dass Board eigentlich ziemlich interessant könnte für mich eine Alternative zum ESP8266 und Co werden.

    Von den Esp hab ich einige versionen hier.

    Ganz interessant stellt ich mir das ganze als Schreibtisch dampfe vor. Netzteil - Platine (Gehäuse + weitere Komponenten) - "Kabel" - Griff - 510 - VD

    Gruß

    g-gif-update.gif

    2 Mal editiert, zuletzt von IceIceLi ()

  • Richtig, die ESPxxx sind auch ganz günstig und so weit ich weiß können einige Bluetooth. D.h. man könnte sich das Display und Einstelltasten sparen und die AT über eine Smartphone-App ohne Datenkracke einstellen und Daten ablesen ( weitergesponnen: Liniengrafk). Dies spart jede Menge Speicherplatz in der AT.


    Hab ich dich richtig verstanden? Willst du den Leistungsteil von Netzteil über Kabel -Griff-510-VD? Bis 20W hätte ich noch ein gutes Gefühl. Darüber hinaus würde ich die Akkus -Mosfet - 510 in den Griff bauen und die Steuer-und Meßlitzen mit dünnen flexiblen Drähten vom Griff zur Platine führen.

  • Hab jetzt derzeit nicht vor sowas zu bauen, aber so kam mir dies grad in den Kopf, aufgrund deines Freds hier.

    Für den Schreibtisch wäre aber grad etwas ohne Akkus geil. In den griff käme nach Möglichkeit wenig was es schwerer macht. Dachte jetzt eher nur an Taster, connector und 4 adern. das meiste würde ich wohl in den "Stander" des Griffs verpflanzen. Aber wie gesagt richtig durchdacht hab ich das nicht, wollt erstmal nur ein wenig Phantasieren. Das ganze könnte man sich dann richtig überlegen wenn die Software soweit wäre. Im Grunde kann sich jeder die Bauteile so positionieren wie er/sie will. Aber ist auch die frage ob man dann nicht einfach einen guten Chip verwendet, die es schon fertig gibt. DNA ....


    Eine Chip alternative zum 8266, mit Bluetooth, ist der ESP32.

    Beide Chips kann man mit dem Smartphone bedienen. Einige der 8266 bediene ich über Wlan mit dem smartphone und co.

    Gruß

    g-gif-update.gif

    4 Mal editiert, zuletzt von IceIceLi ()

  • Richtig, für den Watt-Modus, wenn man auch noch auf das Display verzichtet, wird es besonders einfach.


    Ggf. kann man ein 18650 mit einem WT 3608 Modul auf 5V anpassen. Dann klappt es auch mit einem Arduino Nano ein Watt-Modus.

  • Für den Watt modus kannste dir aber auch die ganze programmiererei sparen oder? Die ganze Programmiererei macht für mich nur sinn wenn man deutlich besser ist und/oder deutlich günstiger als z.b. DNA. Außerdem sollte das ganze auch sehr langlebig sein.

    So mehr ich drüber nachdenke umso eher würde ich wahrscheinlich schon was fertiges nehmen.

    Gruß

    g-gif-update.gif

    2 Mal editiert, zuletzt von IceIceLi ()

  • Wenn schon auf dem Schreibtisch, dann bitte als Squonker mit Pumpe. Dann kann man sich zumindest das Nachfüllen sparen.


    Bitte aber mit vernünftigem Netzteil und optional mit nem Haufen Akkus für draußen. Habe keine Lust meine Lippen an 230V zu hängen.


    In den "Schlauch" kommt dann der Liquidschlauch und die Kabel. Das ganze mit Stoff umwickelt. Das würde den HWV wieder triggern.


    Wann ist das Ding fertig?

    Einmal editiert, zuletzt von Mantidampf ()

  • Gibt doch so Squonker zwischenstücke. aber das kann ja jeder dann bauen wie er will.

    Netzteil kann man auch "Labornetzteile" nehmen, der Rest würde für mich zu weit gehen aber erweitern kann das ja jeder wie er will.


    OT

    Ich überlege jetzt echt ob ich mir sowas wie ich meinte mit nehm netzteil und einen schon fertigen Chip bauen soll. Das muss ich aber erstmal genau überlegen, hat keine Eile. Ich muss auch mal googlen ich meine ich hab sowas wie ich meine schon gesehen.

    Gruß

    g-gif-update.gif

    Einmal editiert, zuletzt von IceIceLi ()

  • Allein um die Sicherheitsvorschriften einzuhalten kommt man um die MCU nicht herum. Daß eine MCU im Gerät ist, erkennt man daran, daß diese mit Mehrfach-Klicks ein- und ausgeschaltet werden. (Auch wenn sich manche als Semi-mechanisch bezeichnen -grins. Über Marketing-Gaga könnte ich noch einiges schreiben. Beispiel: Schaltzeit.)


    Ich hab mir mal den Ablauf von Replay zeigen lassen. Dann habe ich mir folgende Formel angeschaut:


    Rw = R20 + R20 * TCR * deltaTemp


    Beim üblichen TC konzentriert man sich auf die rechte Seite der Gleichung. Wie wäre es sich auf die linke Seite zu konzentrieren, indem man den Zielwert Rw mit VW ausprobiert, den sogenannten Sweetpoint. Diesen Zielwert stelle ich mit ArcticFox ein um dem herum geregelt wird. Ob der TCR bzw Temp-Angabe stimmt, ist dann nachranig. (Den Sweetpoint ermittle ich über den Geräte-Monitor.)


    Ein Fertigmodul läßt keine Spielwiese (ausprobieren) zu. Die wären:

    1. Ein Rw

    2. Mehrere Rw und daraus Durchschnitt

    3. So eine Art CCRw. Es wird um mehrere Rw geregelt.


    Ok, Regelung. Das meiste habe ich mir selbst beigebracht und meine Begrifflichkeit scheint etwas veraltet zu sein.


    1. Eine Küchen-Herdplatte funktioniert nach dem Prinzip der Schalthysterese. Wenn die Dampfe bei TC pumpt, also aus- und einschaltet, arbeitet sie nach diesem Prinzip.


    2. Ein Thermostat an dem Heizkörper, das habe ich mittlerweile heraus bekommen ist ein P-Regler. (P = proportional). Je näher die Zimmertemperatur dem eingestellten Wert nähert, desto mehr dreht das Thermostat zu. Bei der Dampfe wird die Leistung herunter gedreht.


    (Es gibt noch I wie Integral-und D wie Differenzial-Regler, dessen Begrifflichkeit ich noch nicht verstanden habe. Schließt aber die Funktionsweise nicht aus. Denn ich kann mir noch etwas besseres als ein P-Regler vorstellen.)


    3. Wie warm etwas ist hängt damit zusammen, wieviel Wärmeenergie gespeichert ist. Das Ganze nennt sich Wärmekapazität. Das trift auch für die Coil und dessen Umfeld zu. Außerdem ist die Coil auch der Temperatur-Sensor.

    Daraus folgt folgende Vorstellung.

    Befeuert man ein Coil mit einer bestimmten Energiemenge, erwärmt sich diese und der Widerstand steigt.

    a) Eine bestimmte Energiemenge ergibt gemessene und errechnete Widerstandsänderung.

    b) Wieviel Widerstandsänderung wird bis zur Zielgröße (Rw) benötigt?

    c) Daraus wird die Energiemenge für die nächste Befeuerung berechnet


    -----

    Kleiner Exkurs

    Hier ist die Grundlage:


    Heat Capacity = ca 10 mJ/K (= mWs/Grad)

    eingestellte Leistung = 10W

    Temperaturänderung 200 Grad


    Wie lange dauert das theoretische Aufheizen?


    t = HC * deltaTemp / P = 0,01 * 200 /10 = 0,2 Sekunden

    (Schaltzeit-Angaben von AT finde ich aus diesem Grund lustig. Sie sind zur Aufheizzeit zu minimal.)


    Die zusätzliche Wärmeenergie ergibt sich zum Aufheizen um 200 Grad aus HC * deltaTemp = 0,01 * 200 = 2 Ws


    2 Ws = 10 W * 0,2 s = 100W * 0,02 s


    D.h. so ein Coil hält zu Aufheizen auch mal kurz 100 W aus.


    -----------------


    Ich hoffe es ist rübergekommen, daß es noch Möglichkeiten der Entwicklung gibt und warum wir uns nicht nach dem Wohlwollen der Hersteller abhängig machen sollen.

  • lol, das mit den ganzen Reglern hab ich auch mal lernen müssen. ^^

    Ich finde das zwar nicht uninteressant aber hab deinen Text jetzt nur kurz überflogen.


    Bin aber neugierig wie das ganze hier weitergeht. :doublethumbsup:

    Gruß

    g-gif-update.gif

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können. Als angemeldeter Benutzer geniest du weitere Vorteile, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

Benutzerkonto erstellen
Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!
Neues Benutzerkonto erstellen
Anmelden
Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.
Jetzt anmelden